Streuapfelwiese auf der Gerstetter Alb

Unsere Apfelsorten

Champagner Renette:

Die Champagner Renette ist eine alte Apfelsorte aus Frankreich, die schon im 18. Jahrhundert bekannt war und in den Gerstetter Streuobstwiesen weit verbreitet ist. Ihr Saft hat ein edles weinartiges Aroma mit ausgewogener Süße und Säure.Der Saft ist ein optimaler Begleiter zu Fisch und Geflügel.

Berner Rosenapfel:

Apfelsorte Berner Rosenapfel
Berner Rosenapfel

Der Berner Rosenapfel wurde als Zufallssämling im 19. Jahrhundert in der Schweiz entdeckt und dann auch in Süddeutschland weit verbreitet. Er trägt meist reichlich und regelmäßig, aber die Bäume bleiben durch ihren schwachen Wuchs relativ klein. Daher ist es sehr schwierig genug Äpfel dieser Sorte für eine separate Pressung zu bekommen, doch der Aufwand lohnt sich! Der intensiv duftende Rosenapfel gibt einen hervorragenden lieblich-süßen Saft mit feinem himbeer -und erdbeerartigen Aroma. Die Sorte ist besonders bei Kindern sehr beliebt. Er ist ein optimaler Begleiter zum Frühstück und zu Süßspeisen.

Bohnapfel:

Der Bohnapfel wurde im 18. Jahrhundert am Niederrhein gefunden und wurde auch auf der Schwäbischen Alb weit verbreitet. Durch seine späte Ernte gibt er einen lieblich und intensiv duftenden Saft mit einem raffinierten Zusammenspiel von anfänglich milder Säure und später fruchtiger Süße. Er ist ein idealer Saft für Kinder. Der Bohnapfel passt gut zu Süßspeisen und zu rotem Fleisch, außerdem eignet er sich gut für die Weiterverarbeitung in der Küche und für die Herstellung von Mischgetränken.

Brettacher:

Apfelsorte Brettacher
Brettacher

Der Brettacher ist ein Zufallssämling von Champagner Renette und Jakob Lebel. Er wurde 1908 bei Heilbronn gefunden und schnell in ganz Süddeutschland verbreitet. Er ergibt einen vielschichtigen mild-säuerlichen Saft mit einer zurückhaltenden feinherben Note und einem leicht süßlichen an Pflaumen erinnernden Abgang. Wie kein anderer Apfelsaft erinnert sein Aroma an die Obstwiese und die weit herabhängenden Zweige seines Baumes. Er ist ein guter Begleiter zu Fisch, rotem Fleisch und Wild.

Krügers Dickstiel:

Der Krügers Dickstiel ist eine alte und um Gerstetter herum nur gering verbreitete Apfelsorte, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Mecklenburg entdeckt wurde. Zum Zeitpunkt seiner Reife Anfang Oktober erstrahlt er in allen Farben. Der Saft vollreifer Äpfel weist eine angenehm fruchtig tiefe an Pfirsich und Banane erinnernde Süße mit nur wenig Säure im Abgang auf. Er ist für Liebhaber süßer Säfte, für Kinder und Jugendliche gut geeignet. Der Krügers Dickstiel ist ein idealer Begleiter zu Süßspeisen, Geflügel und Wild.  

Glockenapfel:

Der im 19. Jahrhundert in der Schweiz oder im Alten Land entstandene Glockenapfel gibt einen Saft mit angenehm milder und prickelnder Säure und leichter Süße der erst im November geernteten Früchte. Er ist ein guter Begleiter zu Fisch und zu Geflügel.

Kaiser Wilhelm:

Apfelsorte  Kaiser Wilhelm
Kaiser Wilhelm

Erste Äpfel dieser vermutlich von der Harberts Renette abstammenden Sorte waren als Peter Broich schon punktuell im Rheinland verbreitet. 1874 wurde sie dann auf einem veredelten Baum angetroffen und konnte nicht genau bestimmt werden, worauf sie 1875 Kaiser Wilhelm I. zur Geschmacksprobe vorgelegt wurde. Dieser war begeistert und stimmte zu, dass dieser majestätische Apfel nach ihm benannt wurde. Der Saft des Kaiser Wilhelm ist ausgewogen süß-säuerlich und er passt zu allen Mahlzeiten und Gerichten.

Boskoop:

Apfelsorte Boskoop
Boskoop

Der Schöne von Boskoop wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Mutante der Renette von Montfort in den Niederlanden gefunden und trat schnell ihren Erfolgszug durch Mitteleuropa an. Auch auf der Gerstetter Alb sind der Schöne von Boskoop oder seine rote Auslese auf fast jeder Streuobstwiese zu finden Bei voller Reife ergibt der Boskoop einen süß-säuerlichen Saft, der große Tiefe aufweist und recht süffig ist. Der Boskoop eignet sich hervorragend zu Fisch, Geflügel, rotem Fleisch und Wild

Jakob Fischer:

Aaepfel Jakob Fischer
Jakob Fischer

Der Jakob Fischer ist nach dem Klarapfel die zweite ertragreiche Frühsorte, die auf der Gerstetter Alb weit verbreitet ist. Er stammt aus Oberschwaben und wird wegen seiner Größe und der intensiven roten Deckfarbe auch Schöner vom Oberland genannt. Diese schwäbische Regionalsorte ist aufgrund von ihrem weichen Fruchtfleisch und der geringen Haltbarkeit nur schwer zu verarbeiten, gibt aber einen hervorragenden Saft! Er ist lieblich-süß mit nur ganz wenig Säure. Durch seine Süße eignet er sich gut für Kinder und am besten passt er zum Frühstück und zu Süßspeisen, aber auch zu Wild und rotem Fleisch kann man ihn servieren.

Keswicker Küchenapfel:

Der Keswicker Küchenapfel stammt ursprünglich aus England und wurde zur Herstellung von Kuchen und Apfelmus nach Deutschland gebracht. Seine Verbreitung auf der Schwäbischen Alb ist aber sehr gering. Diese sehr seltene alte Sorte gibt einen erfrischend säuerlichen und prickelnden Saft, der sehr gut zum Fisch passt.  

Transparent:

Der Transparent ist anders als der Name vermuten lässt auch ein naturtrüber Saft. Er wird aus der alten französischen Apfelsorte Transparent von Croncels gepresst. Die Sorte ist auf der Gerstetter Alb als früher Mostapfel sehr weit verbreitet. Diese aus dem 19. Jahrhundert stammende Sorte ergibt einen mild-säuerlichen, tief-aromatischen Saft mit fein-herbem und leicht bitteren Aroma. Er eignet sich als Begleiter sowohl zu Fisch, zu Geflügel als auch zu Wild.

Boiken

Boiken

Der Boikenapfel ist eine Sorte des Kulturapfels. Der Boikenapfel gehört in die Familie der Gulderlinge. Dieser Apfel war in der Umgebung von Bremen verbreitet und soll nach einem früheren Deichvoigt Boike benannt worden sein. Johann Georg Conrad Oberdieck machte bereits 1860 in Berlin auf diese Sorte aufmerksam, aber erst in Trier (1874) wurde er vom deutschen Pomologenverein unter die 50 zu empfehlenden Sorten aufgenommen. Das Fruchtfleisch ist schneeweiß, anfangs fest, fein und saftreich, von angenehm gewürzhaftem, weinsäuerlichem Geschmack.

Unsere Birnensorten

Oberösterreicher Weinbirne:

Die Oberösterreicher Weinbirne kommt ursprünglich aus Kärnten und hat über die oberösterreicher Zwischenstation, wo sie als Speckbirne bekannt ist, ihren Siegeszug durch Süddeutschland angetreten. Sie ist eine häufig verbreitete Mostbirne. Sie gibt einen süßlich-aromatischen und nur leicht herben Saft, der sich als Frühstückssaft eignet. Außerdem ist er zu Süßspeisen und zur Weiterverarbeitung in der Küche zu empfehlen.

Schweizer Wasserbirnen

Schweizer Wasserbirnen
Schweizer Wasserbirnen

Die Sorte ist ein Zufallssämling, der vermutlich in der Schweiz entstanden ist. Sie wird 1823 erstmals erwähnt und ist in der Schweiz und besonders in Württemberg verbreitet. In Niederösterreich kommt sie erst seit der Wende zum 20. Jahrhundert vor. Die Schweizer Wasserbirne beginnt sehr spät zu tragen, ist dann aber ein regelmäßiger und reicher Träger. Sie gibt sehr viel Most, der klar und licht ist. Er ist leicht und wenig haltbar. Die Frucht kann auch gegessen, gedörrt und gekocht werden. Die Sorte wird Mitte Oktober reif und trägt große, fast kugelige Früchte.

Gute Luise

Die Gute Luise von Avranches ist eine traditionsreiche Sorte der Birne (Pyrus communis). Als Zufallssämling wurde die Gute Luise 1778 durch einen Monsieur de Longueval in Avranches entdeckt. Der Originalname wird entweder mit Bonne de Longueval oder, nach einer Widmung an Longuevals Frau Louise, Bonne Louise d’Avranches angegeben. Zahlreiche weitere Synonyme sind seitdem entstanden, etwa ‘Prinz von Württemberg’, ‘Französische Rousselet’, ‘William IV’ oder am häufigsten kurz ‘Gute Luise’.Die regelmäßige und typisch birnenförmige Frucht hat eine grünlich-gelbe Grundfarbe und ist sonnenseits braunrot. Das Fruchtfleisch ist weiß bis gelblich-weiß, schmelzend, saftig und süß-säuerlich.